Claire (Grundseminar März 2017)

Liebe Michaela,

das Grundseminar war für mich eine wichtige Zäsur, und nicht nur das, es öffnete mir die Tür zu einem Weg, von dem ich ganz fest überzeugt bin. Auch wenn ich mit vielen Bällen gleichzeitig jonglieren muss aufgrund meiner persönlichen Situation, so habe ich doch selten eine solche Sicherheit verspürt wie bei der Entscheidung zur Profi-Ausbildung.
Das merke ich jedes Mal wieder, wenn ich jemanden massieren darf. Wie mich das ruhig und sicher werden lässt (trotz aller noch deutlich vorhandenen Unsicherheiten bzgl. Ablauf und Skriptvorgaben).
Wie ich auch in Gesprächen mit den lieben Menschen, die ich im April kennenlernen durfte und die mich seither begleiten, merke, dass wir da etwas ganz Wertvolles lernen dürfen und uns einem anderen Sehen des Menschen, des Lebens und der Welt öffnen und dass ich selbst enorm daran wachse.
Du und Dein Institut und alle, die bereits ihr ganzes Wirken in diese so schöne wertvolle und psychosoziale Arbeit stecken, bekommen von politischer Seite so viel giftigen Gegenwind – aber ich bin der festen Überzeugung, dass das nur stark machen kann. Vielleicht auch weil genau jetzt Position bezogen und Aufklärungsarbeit geleistet werden kann und muss. Oft begegnet mir bei Menschen, die an sich recht aufgeschlossen und interessiert durch die Welt gehen, ein so schräges Bild von Tantra und der Tantrapraxis in der westlichen Welt. Ich erzähle und berichte da sehr offen und gerne und bin auch gerne Beispiel für jemanden, der mitten im Leben steht mit Kindern und Beruf und sehr kölschen Wurzeln und großer Lebensfreude und auch viel Erdung und der dennoch ohne die spirituelle Wertigkeit und die Entfaltung von Energien durch das bewusste Wahrnehmen, Berühren und Verehren des Mannes und der Frau in ihrem ganzen Wesen nicht mehr leben mag.

Dir, liebe Michaela, wünsche ich eine stressfreie Vorbereitungszeit und dass Du auch noch Zeit und Muße findest für kleine Inseln der Ruhe und des Krafttankens. Auch wenn es genau jetzt beim Verfassen der Email draußen massiv gewittert, so empfinde ich dennoch den Sommer in Köln stets als schönste Zeit des Jahres und bedaure selten, nicht wegfahren zu können, da es hier so viel zu erleben und zu genießen gibt. Am Rheinufer in Rodenkirchen oder an einem der vielen Seen fehlt meinen Kindern und mir nichts, und ich versuche sowieso stets nahezubringen, dass man das Schöne im Hier und Jetzt finden kann und dafür nicht immer weite Strecken zurücklegen muss.

Ich umarme Dich und danke Dir und Deinem Team noch einmal für das Ja, das Ihr mir im April zum Profiweg gegeben habt, das bedeutet mir so viel und ich hoffe, ich kann Euch das irgendwann auch durch mein Tun und meine Dankbarkeit zurückgeben.

Liebe liebe Grüße
Claire