Peter (Paarseminar – Erregung und Lust – die sexuelle Sprache unseres Körpers, Februar 2017)

Hallo Gitta,

nochmals vielen herzlichen Dank für das hoch intensive Paarseminar am vergangenen Wochenende. Wie gesagt: „… für das Leben gelernt…“, aber vor allem: für Ines und mich gelernt; denn über die innige Verbindung und die neuen Anregungen für unsere Sexualität sind wir zu mehr als zum vertieften Erleben miteinander gekommen…

Es ist mir ein Bedürfnis, dir offen zu erzählen, dass die letzte Woche mit dem Männerabend und dem Seminar bei mir weite Kreise gezogen hat und du von daher nachhaltigen Einfluss hinterlassen hast. Ich hatte ja an dem Männerabend davon berichtet, dass ich mit meiner Erektion nicht zufrieden bin. Du hast mich dann zunächst auf meine wenig einfühlsamen Masturbationstechnik als eine Ursache hingewiesen. Das Wochenendseminar hat dann eine große Bandbreite von Alternativen und Verfeinerungen gezeigt. Auch wenn das am Samstag noch nicht so gut geklappt hat.

Das war dann im Anschluss, Samstag nacht, bei uns der Anlass für ein vertieftes Nachdenken, um mir die tiefere Ursache zu erklären. Der eigentliche Hintergrund liegt nämlich in der Funktion, die die Sexualität über Jahre in meinem Leben eingenommen hat: nämlich Masturbation als heimliche, aber selbstbewusst unangepasste Seite meiner Persönlichkeit. Motto: weg vom „braven“ Peter … (klingt kompliziert und steckt auch noch mehr dahinter, aber mal egal).

Jetzt aber eine Ines, die offen und lustvoll Sex genießen kann und mit ihr ich, mit meiner verqueren Geschichte…ich, der meinte, Sex wäre ja nun kein Problem bei den vielen unangepassten Erfahrungen. Aber jetzt habe ich mal den Finger auf die Wunden gelegt. Man muss manchmal noch ein wenig tiefer graben, um die verborgenen Verbiegungen zu enttarnen, damit sich danach eine schönere, befriedigendere Sexualität entwickeln kann. Eine offene, liebevolle, „erwachsene“ Sexualität, wie sie sich jetzt mit Ines eröffnet, war wohl vorher dem erregenden Reiz der Heimlichkeit nicht gewachsen und dürfte der Grund für meine Errektionsstörung gewesen sein. Von daher ist es gut, jetzt mit dem Seminar einen Zugang zu einer anderen, emotional tieferen Intensität gefunden zu haben, die den Reiz des Verborgenen ablösen wird.

Das eigentlich tolle an dir/euch ist, dass ihr durch die AnandaWave(R)-Angebote, eine Plattform für einen offeneren Umgang mit der Sexualität geschaffen habt. Von daher, bin ich froh, mich letzten Mittwoch zu Dir, zum Männerabend getraut zu haben, und das nachfolgende Paarseminar war dann die perfekte Ergänzung. Du hast viel bei mir in Bewegung gebracht. Danke.

Ein Aha-Erlebnis war für mich, als du gesagt hast, dass „Mann, ihr“ keinen Orgasmus machen kann… meine Erfahrung, war dann auch, dass Mann „ihr“ aber dabei ganz schön helfen kann… Das hast du dann auch noch verdeutlicht, als du bei der Erklärung der Yoni-Massage, davon gesprochen hast, wie behutsam man sich der Frau nähert, da sie sich öffnen möchte…

Bei meiner Lingam-Massage ist mir dann im Gegenzug aufgefallen, dass auch Frau dem Mann zunächst mal keinen Orgasmus „machen kann“. Auch Frau sollte sich dem Mann achtsam annähern, sich auf ihn einlassen, vielleicht, ihm quasi ein „Gefäß“ bieten  mit sensiblen Händen und feinen Berührungstechniken. Mehr war bei mir gar nicht nötig … für mich war noch besonders wichtig, dass Ines mir meinen eigenen Rhythmus gelassen hat, so konnte ich aktiv und geniessend zugleich sein und meine männliche Energie zu ihrem Recht kommen lassen.

Herzliche Grüße

Peter