U. R.

„Am 13.02.2019 bin ich vom „Amt für öffentliche Ordnung, glücksspielrechtliche Angelegenheiten und Bordelle“ der Stadt Köln aufgefordert worden, ein Prostitutionsgewerbe anzumelden, da unsere Seminare nun als Prostitutionsveranstaltungen betrachtet werden.“  (M.Riedl, Gründerin und Inhaberin von AnandaWave, in einem Mail-Rundschreiben vom 16.8.2019) 

Hierzu möchte ich als häufiger Gast von AnandaWave Stellung beziehen: Das „Prostituiertenschutzgesetz“, welches wohl als Anlass für die Bewertung von AnandaWave als bordellähnliche Einrichtung herhalten muss, wird in Inhalt und Form in keiner Weise der Zielsetzung dieses auf Ganzheitlichkeit und Ausbildung basierenden tantrischen Instituts gerecht.  Wer die „Kleine Einführung in die Welt des Tantra“ auf der Homepage liest, spürt und erkennt sofort, dass diese „tantrische Massagewelt“ mit der „Welt der Prostitution“ nichts, aber auch gar nichts, gemein hat. Das ProstSchG ist, wie der Name ja schon signalisiert, zum Schutz von Prostituierten gegenüber ihren Kunden verabschiedet worden. Hier geht es vor allem um die Gesundheit Prostituierter vor ansteckenden Krankheiten in der Folge sexueller Handlungen.  Genau diese Übertragung ansteckender Krankheiten ist bei der Ausübung tantrischer Massagen bei AnandaWave durch die Art der Massage und die Regeln, an welche sich die Massierenden halten müssen (und auch streng halten), völlig ausgeschlossen. Jeder Gast wird in der Erstbegegnung zum einen auf die absolute Passivität in der tantrischen Begegnung hingewiesen, zum anderen auf das Tabu von oralem Sex und Geschlechtsverkehr. Es darf nicht verschwiegen werden, dass die tantrische Massage die Möglichkeit des weiblichen und männlichen Orgasmus nicht ausschließt, da Sexualität/sexuelle Kraft eben in dem ganzheitlichen Ansatz der Tantra-Massage nicht tabuisiert wird, sondern als Teil einer gesunden Persönlichkeit gesehen wird, die sich im Einklang von Körper und Geist manifestiert (oder, wie es in tantrischen Zeugnissen formuliert wird: als Abbild „göttlicher Schönheit und Liebe“). Bei ALLEN Besuchen, die mich in den vergangenen 10 Jahren zu AnandaWave geführt haben, wurde NIE gegen diese Prinzipien verstoßen. Den intensiven Austausch mit den Massierenden im Gespräch und die achtsame Tantra-Massage habe ich immer als große Bereicherung und als großes Glück empfunden, mit einem nicht weniger großen Dankbarkeitsgefühl gegenüber dem hochprofessionellen Team. Auch der kurze Einblick in ein Wochenendseminar hat mich darin bestärkt, dass unter der kundigen Schulung durch das Leitungsteam die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen von AnandaWave auf höchstem Niveau ausgebildet werden. 

U. R. (Lehrer im Ruhestand)