Wolfgang Linden

Im Herbst 2017 und im Frühjahr 2018 nahm ich zusammen mit meiner Freundin Iris Willms an Tantra-Seminaren von AnandaWave teil. Ein befreundeter Heilpraktiker und Therapeut machte mich auf diese Veranstaltungen als Möglichkeit persönlicher Entwicklung und Lebensgestaltung aufmerksam.

Meine anfängliche Skepsis stellte sich schnell als unbegründet heraus. Die sanfte, meditative Berührung von fremden Körpern erlebte ich als eine Freude und Erfahrung, die mit üblichen Vorstellungen von Sex nichts gemein hatte. Es waren für mich Erweiterungen meines Gefühls für mich, eine Steigerung meines körperlichen Empfindens als eine Lebenskraft.

Nie ging es um sexuelle Befriedigung oder erotische Aufladung, sondern um Kennenlernen und Lieben der eigenen Körperlichkeit im Austausch mit anderen Menschen, nicht nur körperlich, sondern zugleich auch meditativ-geistig im Einklang zu sein.

Einen fremden Körper ohne sexuelle Begierde kennenzulernen, Neues zu erfahren, den körperlichen Horizont zu erweitern, das sind für mich wesentliche Elemente der Tantra-Seminare neben dem Empfinden der Lust am eigenen Körper.

Ich kann solche Tantra-Erfahrungen jedem wünschen, vorurteilslos.

Wolfgang Linden, Bonn
Kunsthistoriker