Wolf Schneider über die DVD: “Filmisch exzellent gemacht”

Der Mensch in seiner Nacktheit

Ich habe bisher noch kaum einen Film über Tantramassage gesehen, bin also, was solche Filme anbelangt, nicht fachkundig. Dieser hier aber hat mich von Anfang an reingezogen. Er ist filmisch exzellent gemacht, bringt gute Ausschnitte, die Kamera wird ruhig gehalten, und vor allem: Michaela Riedl zeigt sich hier in mit ihrem Lebensthema in optimaler Professionalität, sicher, ruhig und liebevoll. Ich bin ja kein typischer Kunde von Tantramassagen, aber das hier gefällt mir. Beim Anschauen dieses Films wird mir wieder klar, sollte ich es je vergessen haben, wie verehrungswürdig der menschliche Körper ist. Michaela ist eine Priesterin dieses Kultes Bei ihr, mit ihr, in diesem Film weiß man wieder, was für ein Wunder der Mensch ist in seiner Nacktheit – der genitale, sich selbst akzeptierende Mensch, der in der Yoni und dem Lingam zwei Organe hat, die nicht nur Leben zeugen können, sondern unendliches Lustpotenzial in sich tragen.

Der Film hat zwei Teile. Der erste ist 83 min lang und zeigt, wie Michaela einen Mann massiert (Marcel), dem das sichtlich gefällt. Erst nähert sie sich ihm, entkleidet ihn und auch sich selbst, dann massiert sie etwa eine halbe Stunde lang seine Rückseite. Dann kommt eine Frau ins Bild (Claudia), die erst seitlich liegt, dann rücklings. Michaela massiert ihre Vorderseite und geht dann zur Yonimassage über. Der zweite Film (23 min lang) zeigt eine Lingammassage von Marcel, der nun auf dem Rücken liegt. Beide Filme liegen auf der DVD in drei Varianten vor. Bei der ersten spricht Michaela dazu Erklärungen für Menschen, die diese Art der Massage erlernen wollen. Bei der zweiten erklärt sie Hintergründe (zu Tantra, zum Körper und zum Umgang mit Menschen). Die dritte Variante zeigt nur den Film und man hört die Musik (von Patrick Bopp – sehr schöne Musik, ideal als Massagebegleitung), aber keine Worte.

Wer bisher noch kein Verehrer von Michaela Riedl und von Tantramassage im Allgemeinen war, hier kann man es werden. Michaelas Umgang mit dieser Art von intimer Nähe ist faszinierend und überzeugend zugleich. Sie liebt die Menschen, die sie berührt, sie verehrt sie, und sie ruht bei alledem in sich, ohne ihre Verletzlichkeit – ihre eigene, körperliche wie seelische Nacktheit – zu verstecken. Auf Youtube kann man mehrere Interviews sehen, die gleich nach dem Shooting dieses Films gemacht wurden, zwei mit Michaela, eins mit Claudia (die selbst Tantramasseurin ist) und eins mit Marcel. Alle Interwiews sind sehr überzeugend. Also: nichts wie hin! Erstmal auf die Webseite, diese vier Filme anschauen, und dann, wer sein Leben mit solchen Massagen bereichern will: die DVD kaufen!

Wolf Schneider (Herausgeber von www.connection.de)