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Wenn wir über Orgasmen sprechen, dann meistens nur in einer einzigen Frage: Hat er stattgefunden? Dabei wären die eigentlich interessanten Fragen ganz andere: Wie fühlt er sich an? Wie unterschiedlich kann er sein? Was brauche ich, damit er entsteht? Und was wäre möglich, wenn ich meinen Orgasmus wirklich verstehen würde?
Genau darum geht es an diesem Abend.
Nicole Schuttenberg, Sexologische Körpertherapeutin und Ausbilderin bei AnandaWave, teilt in diesem Online-Vortrag fundiertes Wissen aus Wissenschaft und Körperarbeit. Der Abend richtet sich an alle Geschlechter, einzeln oder Paare, die mehr über sich und ihre Lust erfahren wollen.
Immer wieder begegnen uns dieselben Sätze: „Ich komme beim Sex nicht zum Orgasmus.“ „Ich spüre mich nicht, ich bin irgendwie taub.“ „Ich brauche so lange, ich schäme mich dafür.“ „Ich bin mit den Gedanken ganz woanders.“ „Ich komme viel zu schnell.“ „Ich kann die Erektion nicht halten, bis mein:e Partner:in kommt.“ „Mein Orgasmus fühlt sich langweilig an, irgendwie flach.“
Für viele Menschen gilt: Orgasmus ist gleich gelingende Sexualität. Orgasmus ist gleich gute Partnerschaft. Orgasmus ist gleich Liebe. Wenn der Orgasmus nicht funktioniert – oder nicht so, wie wir es uns vorstellen – dann stimmt also etwas nicht. Mit uns. Mit unserem Körper. Mit der Beziehung. Diese Gleichsetzung ist tief verankert und selten ausgesprochen. Und sie erzeugt enormen Druck: Druck zu funktionieren, zu performen, zu liefern – genau dann, wenn Entspannung und Hingabe die Dinge wären, die wirklich helfen würden. Dieser Vortrag setzt genau hier an: nicht mit mehr Druck, sondern mit Wissen. Wissen darüber, was im Körper wirklich passiert, warum Orgasmus kein Talent ist und was sich verändern kann, wenn wir aufhören, ihn zu erzwingen – und anfangen, ihn zu verstehen.
Was euch erwartet:
Wir schauen uns an, was beim Orgasmus physiologisch wirklich passiert – im Nervensystem, im Beckenboden, im Gehirn. Ihr erfahrt, welche Erregungs- und Orgasmustypen es gibt und warum die meisten davon kaum bekannt sind. Wir sprechen über den Gender Orgasm Gap – und was das mit Wissen und Kommunikation zu tun hat. Ihr lernt, was Erregung fördert und auch, was sie blockiert – von Körperscham über Stress bis hin zu eingefahrenen Berührungsmustern. Wir schauen auf die unterschiedlichen Erregungsmodi und was sie über unsere Lust aussagen. Und wir enden mit konkreten körperlichen Impulsen: Atmen, Beckenboden, Bewegung – was du direkt mitnehmen und ausprobieren kannst.
Der Vortrag ist online, anonym und ohne Kamerazwang. Am Ende gibt es Zeit für eure Fragen.



